Was im Festpreis enthalten ist
Im Festpreis stecken das Fahrzeug samt Kraftstoff, die vereinbarte Zahl an Kräften, Möbeldecken, Spanngurte, Kantenschutz und der Ab- und Aufbau handelsüblicher Möbel. Bett, Kleiderschrank, Regal, Esstisch und Kommode nehmen wir auseinander, tragen sie in Einzelteilen und setzen sie am Zielort wieder zusammen. Dafür erscheint keine zusätzliche Position auf der Rechnung, weil dieser Teil bei fast jedem Wohnungsumzug anfällt und sich schlecht in Einzelposten zerlegen lässt.
Enthalten ist außerdem das Tragen über Treppen, solange die Wege begehbar sind. Wir laden im Erdgeschoss genauso wie im vierten Stock, ohne dass sich der Betrag je Etage erhöht. Was die Etage verändert, ist die Dauer, und die steckt bei der Festpreisrechnung bereits in der Kalkulation. Deshalb fragen wir bei der Anfrage nach beiden Etagen und danach, ob im Haus ein Aufzug vorhanden ist und ob er groß genug für einen Kühlschrank ist.
Auch das Sichern der Ladung gehört dazu. Polstermöbel bekommen Decken, Glasflächen und Spiegel werden abgeklebt und stehend verzurrt, Schubladen werden gesichert oder vorher ausgeräumt. Das klingt selbstverständlich, ist es in der Praxis aber nicht: Der größte Teil aller Transportschäden entsteht nicht auf der Straße, sondern beim Anheben, beim Absetzen und beim Verrutschen im stehenden Wagen. Wir planen die Reihenfolge des Beladens deshalb, bevor der erste Karton das Haus verlässt.
Was gesondert berechnet wird
Nicht im Festpreis enthalten sind die Halteverbotszone, Verpackungsmaterial, ein Möbellift, das Ab- und Aufbauen einer Einbauküche sowie das Packen Ihrer Kartons durch unsere Kräfte. Diese Posten stehen einzeln im Angebot, jeder mit eigenem Betrag, damit Sie sehen, was sie kosten, und selbst entscheiden können, ob Sie sie brauchen. Wer die Küche selbst abbaut oder ohne Lift auskommt, streicht die Zeile und zahlt sie nicht mit.
Elektro- und Wasseranschlüsse fassen wir nicht an. Waschmaschine, Geschirrspüler und Herd transportieren wir selbstverständlich, das Anklemmen und Anschließen ist Sache einer Fachkraft oder Ihre eigene. Dasselbe gilt für Gasleitungen, fest verlegte Lampen und alles, was in die Hausinstallation eingreift. Diese Grenze ziehen wir aus einem nüchternen Grund: Für Arbeiten an Anschlüssen haftet, wer sie ausführt, und dafür braucht es die passende Zulassung.
Ebenfalls außen vor bleiben Sondermüll, Farbreste, Altöl, Autobatterien und volle Gasflaschen. Solche Dinge dürfen nicht zusammen mit dem Hausrat auf die Ladefläche. Wenn beim Ausräumen etwas davon auftaucht, sagen wir Ihnen das und legen es beiseite, statt es stillschweigend mitzunehmen. Zwei Kartons Altpapier nehmen wir im Vorbeigehen mit, ein voller Keller dagegen ist ein eigener Auftrag und wird als Entrümpelung gerechnet.
- Halteverbotszone an einer Anschrift ab 59 Euro, an beiden Anschriften ab 89 Euro
- Möbellift bis in die vierte Etage ab 179 Euro
- Einbauküche abbauen und wieder aufbauen ab 249 Euro
- Einpacken durch unsere Kräfte ab 25 Euro je Stunde
- Umzugskarton als Leihgabe 0,90 Euro je Stück und Woche
- Klavier oder Flügel ab 189 Euro
Der Umzugstag, Schritt für Schritt
Wir beginnen zur vereinbarten Zeit, damit der Tag in Ruhe zu Ende geht. Beim Eintreffen gehen wir mit Ihnen einmal durch die ganze Wohnung, klären, was mitkommt und was stehen bleibt, und markieren die Stücke, die zuerst geladen werden sollen. Dieser kurze Rundgang spart später eine halbe Stunde ein, weil niemand zweimal nachfragen muss. Danach beginnt der Abbau, während die zweite Gruppe schon die fertigen Kartons nach unten trägt.
Am Zielort läuft es rückwärts: Zuerst kommen die Möbel in die Zimmer, in denen sie stehen sollen, danach die Kartons, sortiert nach ihrer Beschriftung. Deshalb bitten wir darum, die Kartons an der Seite zu beschriften und nicht auf dem Deckel, denn gestapelt sieht man den Deckel nicht mehr. Zum Schluss bauen wir die Möbel wieder auf, stellen sie an ihren Platz und nehmen das Verpackungsmaterial mit, das Sie nicht behalten möchten.
- Rundgang durch die Wohnung, Absprache über Reihenfolge und Empfindliches
- Möbel abbauen, Schubladen sichern, Glasflächen und Spiegel abkleben
- Beladen nach Plan: schwere Möbel zuerst, Kartons in die Lücken
- Fahrt zur neuen Anschrift, die Ladung bleibt bis zum Halt gegurtet
- Abladen zimmerweise nach der Beschriftung der Kartons
- Möbel aufbauen, Stellprobe, gemeinsame Endkontrolle beider Wohnungen
- Rechnung und Rückgabe des Leihmaterials nach Absprache
Die Besichtigung und wie daraus ein Preis wird
Vor jedem Festpreis steht ein Termin bei Ihnen zu Hause. Wir schauen uns an, wie viel Volumen tatsächlich zusammenkommt, wie die Wege verlaufen, ob der Wagen nah heranfahren kann und was an Sperrigem dabei ist. Länger als eine knappe halbe Stunde dauert das selten. Die Anfahrt zur Besichtigung ist kostenlos. Kommt es zum Auftrag, berechnen wir keine Anfahrtskosten. Ein Preis am Telefon ohne diesen Blick enthält entweder einen dicken Sicherheitsaufschlag oder er wird später nachverhandelt, und beides wollen wir nicht.
Was den Betrag am Ende bewegt, ist fast immer das Volumen und die Zahl der Meter zwischen Wohnungstür und Ladefläche. Ein voller Keller oder ein Dachboden verschiebt beides deutlich, deshalb zeigen Sie uns beim Rundgang bitte auch diese Räume und nicht nur die Wohnzimmer. Was wir nicht gesehen haben, können wir nicht einrechnen, und Nachträge am Umzugstag sind für beide Seiten ärgerlich. Lieber einmal zu viel gezeigt als am Morgen des Umzugs improvisiert.
Nach dem Termin bekommen Sie ein schriftliches Angebot mit Startzeit, Fahrzeuggröße, Zahl der Kräfte und allen Zusatzposten einzeln aufgeführt. Sie können in Ruhe darüber nachdenken. Sagen Sie zu, reservieren wir den Termin, beantragen bei Bedarf die Halteverbotszone und liefern das Material an. Anfragen nimmt das Formular jederzeit entgegen, telefonisch erreichen Sie uns Montag bis Freitag von 09:00 bis 18:00 Uhr.
Haftung, Wertsachen und was Sie besser selbst fahren
Für Umzüge gilt die gesetzliche Haftung nach Paragraf 451e des Handelsgesetzbuchs mit 620 Euro je Kubikmeter Laderaum, der für die Erfüllung des Auftrags benötigt wird. Bei einer Dreizimmerwohnung mit rund vierzig Kubikmetern ergibt das rechnerisch eine Deckung im fünfstelligen Bereich. Für normalen Hausrat reicht das in aller Regel aus. Für einzelne sehr wertvolle Stücke reicht es nicht immer, und darüber sollte man vorher sprechen und nicht hinterher.
Sagen Sie uns vor Auftragsbeginn Bescheid, wenn ein Instrument, ein Kunstwerk, eine Sammlung oder ein einzelnes Möbelstück mit hohem Wert dabei ist. Dann halten wir das schriftlich fest und behandeln das Stück entsprechend. Nachträglich lässt sich das nicht mehr regeln, weil der Wert dann nicht mehr nachprüfbar ist. Es geht dabei weniger um Formalien als darum, dass die Kräfte am Umzugstag wissen, welches Stück den besonderen Griff braucht.
Papiere, Schmuck, Bargeld, Schlüssel und Medikamente fahren Sie am besten selbst. Nicht weil wir sie nicht transportieren würden, sondern weil sie klein sind, überall hinrutschen und ausgerechnet am ersten Abend gebraucht werden. Packen Sie zusätzlich einen Karton mit dem Nötigsten für die erste Nacht und stellen Sie ihn getrennt ab, damit er nicht in der Mitte des Wagens landet. Wer ihn morgens sichtbar an die Wohnungstür stellt, findet ihn abends sofort wieder.