Warum wir zuerst nach der Zufahrt fragen
Bevor wir über Kartons und Möbel sprechen, stellen wir eine ganz andere Frage: Wie kommt der Wagen ans Haus? Das ist keine Formsache. Wohnhäuser mit eigenem Grundstück, Hofeinfahrten, Toranlagen und Zuwegungen unterschiedlicher Breite gehören zum Alltag im Havelland. Ein Fahrzeug, das auf einer breiten Straße mühelos hält, kommt in eine schmale Einfahrt schlicht nicht hinein. Deshalb steht diese Frage bei uns am Anfang und nicht am Umzugstag.
Der Unterschied schlägt unmittelbar auf Zeit und Geld durch. Steht der Wagen an der Wohnungstür, wandert jede Kiste einmal von der Hand auf die Ladefläche. Steht er weiter weg, wird dieselbe Kiste zusätzlich getragen, und bei achtzig oder hundert Kisten wird daraus ein spürbarer Teil des Arbeitstages. Bei Abrechnung nach Stunden sehen Sie das auf der Rechnung, beim Festpreis ist es einer der Gründe, warum wir vorher hinsehen wollen.
Welcher Wagen wohin passt
Wir fahren zwei Größen, und beide haben ihren Platz. Der Transporter mit zwölf Kubikmetern ist wendig, kommt in engere Zuwegungen und lässt sich vor kleineren Häusern gut abstellen. Er kostet samt Fahrer ab 44 Euro je Stunde. Der Umzugswagen mit einundzwanzig Kubikmetern nimmt deutlich mehr auf, braucht dafür aber mehr Platz zum Halten und zum Rangieren. Er liegt ab 46 Euro je Stunde, mit zwei Kräften ab 48 Euro.
Die Rechnung geht nicht immer so auf, wie man vermutet. Ein großer Wagen, der mehrfach rangieren muss und am Ende doch auf der Straße steht, kann teurer werden als ein kleiner Wagen, der zweimal fährt und dabei jedes Mal direkt an der Tür hält. Umgekehrt lohnt sich der große Wagen sofort, wenn er den kompletten Hausstand in einer einzigen Ladung aufnimmt. Welche Variante bei Ihnen aufgeht, entscheidet sich vor Ort.
- Transporter mit zwölf Kubikmetern, wendig für schmale Zuwegungen
- Umzugswagen mit einundzwanzig Kubikmetern, eine Ladung statt zwei
- Zweiter Wagen auf derselben Tour, 24 Euro je Stunde
- Nur Kräfte ohne Fahrzeug ab 25 Euro je Stunde, wenn Sie selbst fahren
- Kraft mit Werkzeug für die Möbelmontage, ab 28 Euro je Stunde
Einfahrt, Wendekreis und der Weg zurück
Eine Einfahrt hat drei Maße, die zählen: die Breite an der engsten Stelle, die Durchfahrtshöhe, falls ein Tor oder ein Vordach im Weg ist, und der Platz dahinter zum Wenden. Am häufigsten scheitert es nicht am Hineinfahren, sondern am Herauskommen. Einen Umzugswagen rückwärts über eine lange Zuwegung zurückzusetzen, ist möglich, kostet aber Zeit und Nerven, und bei nassem Untergrund ist es ohnehin keine gute Idee.
Der Untergrund ist überhaupt ein Punkt, den wir uns ansehen. Ein beladener Umzugswagen bringt einiges auf die Achse. Auf befestigtem Grund ist das kein Thema, auf weichem Boden nach Regen kann es eines werden. Wenn Zweifel bestehen, halten wir auf dem festen Weg und bringen die Ladung das letzte Stück zu Fuß. Das ist immer noch besser, als ein Fahrzeug wieder freizubekommen, das sich eingegraben hat.
Wo öffentlicher Straßenraum die einzige Möglichkeit ist, richten wir eine Halteverbotszone ein. An einer Anschrift kostet sie ab 59 Euro, sind beide Anschriften betroffen, ab 89 Euro. Den Antrag stellen wir für Sie. Wie viel Vorlauf die zuständige Stelle braucht, klären wir für Ihre Anschrift. Das lohnt sich vor allem dann, wenn ohne Zone niemand garantieren kann, dass der Platz am Umzugstag frei ist.
Wenn der Wagen nicht bis ans Haus kommt
Es gibt Grundstücke, bei denen kein Fahrzeug bis an die Tür kommt, und das ist kein Grund zur Sorge. Wir lösen das mit einem von drei Mitteln. Erstens: ein kleinerer Wagen, der näher herankommt, notfalls im Pendelbetrieb. Zweitens: ein zweiter Wagen auf derselben Tour für 24 Euro je Stunde, sodass Beladen und Fahren nebeneinander laufen. Drittens: ein Möbellift, wenn die Höhe das Problem ist und nicht die Breite.
Der Möbellift kostet ab 179 Euro und reicht bis in die vierte Etage. Er lohnt sich, sobald sperrige Stücke durch ein enges Treppenhaus müssten. Schränke, Sofas und Matratzen gehen über den Lift in einem Bruchteil der Zeit nach oben, und das Treppenhaus bleibt unbeschädigt. Ob er bei Ihnen sinnvoll ist, sehen wir bei der Besichtigung, denn der Lift braucht selbst wiederum einen Stellplatz.
Welche Lösung wir wählen, hängt nicht davon ab, was für uns bequem ist, sondern davon, was unterm Strich weniger kostet. Die Anfahrt zur Besichtigung ist kostenlos. Kommt es zum Auftrag, berechnen wir keine Anfahrtskosten. Milower Land und Rathenow liegen beide im Landkreis Havelland, wir sind auf dieser Strecke regelmäßig unterwegs, und der Weg selbst ist deshalb kein Posten in Ihrem Angebot.
Was wir beim Termin vor Ort abgehen
Die Besichtigung dauert selten lange, aber sie folgt einer festen Reihenfolge. Wir gehen von außen nach innen vor, weil die Zufahrt alle Entscheidungen bestimmt, die danach kommen. Erst wenn klar ist, welcher Wagen wo steht, hat es Sinn, über Tragewege, Zerlegen und Dauer zu sprechen. Am Ende dieses Rundgangs steht die Zahl, mit der Sie planen können, und an dieser Zahl ändert sich nichts mehr.
Was wir dabei feststellen, halten wir schriftlich fest, damit am Umzugstag niemand rätseln muss. Die Kräfte wissen dann bereits, wo der Wagen hält, welches Werkzeug mitkommt und ob ein Lift dabei ist. Diese Vorbereitung ist der Grund, warum die meisten Umzüge ohne Zwischenfall durchlaufen. Nicht, weil wir vor Ort besonders gut improvisieren, sondern weil vorher jemand hingesehen hat. Sie bekommen diese Aufstellung ebenfalls, damit Sie am Morgen wissen, was auf Sie zukommt.
- Zufahrt ansehen: Breite an der engsten Stelle, Höhe, Untergrund
- Wendemöglichkeit prüfen oder den Rückweg festlegen
- Stellplatz bestimmen und den Trageweg bis zur Tür abgehen
- Treppenhaus, Türbreiten und Kurven im Flur ansehen
- Möbel und Kartonmenge aufnehmen, Sonderstücke notieren
- Wagengröße festlegen und den Betrag nennen