Zwei Wege, denselben Umzug abzurechnen
Ein Umzug lässt sich auf zwei Arten bezahlen, und beide haben ihre Berechtigung. Beim Stundensatz zahlen Sie die Zeit, die tatsächlich gearbeitet wird, dazu das Fahrzeug. Beim Festpreis zahlen Sie einen Betrag, der vorher feststeht, ganz gleich ob der Tag glatt läuft oder hakt. Die Frage ist also nicht, welche Variante grundsätzlich besser ist, sondern welche zu Ihrer Wohnung, Ihrem Hausrat und Ihrem Zeitplan passt. Genau das klären wir bei der Besichtigung in Premnitz.
Der Stundensatz beginnt bei 25 Euro je Stunde, wenn Sie nur Kräfte brauchen und den Wagen selbst stellen. Ein Transporter mit zwölf Kubikmetern samt Fahrer liegt ab 44 Euro, der größere Umzugswagen mit einundzwanzig Kubikmetern ab 46 Euro, derselbe Wagen mit zwei Kräften ab 48 Euro. Gerechnet wird ab zwei Stunden, das ist die Mindestabnahme. Braucht es einen zweiten Wagen auf derselben Tour, kommen 24 Euro je Stunde dazu.
Der Festpreis hängt dagegen nicht an der Uhr, sondern am Umfang. Eine Wohnung bis fünfunddreißig Quadratmeter mit etwa fünfzehn Kubikmetern Ladung liegt ab 289 Euro, zwei Zimmer ab 389 Euro, drei Zimmer ab 769 Euro. Der Sprung zwischen zwei und drei Zimmern ist der größte in der ganzen Staffel, weil ab dieser Größe in aller Regel eine zweite Kraft und ein größerer Wagen nötig werden. Wer knapp darunter liegt, sollte das vorher wissen.
Wann der Stundensatz günstiger ausfällt
Nach Stunden fahren Sie meistens besser, wenn der Umzug klein ist, wenn Sie selbst mit anpacken und wenn die Wege kurz sind. Ein Ein-Zimmer-Haushalt, bei dem alles gepackt bereitsteht und im Erdgeschoss abgeholt wird, ist häufig an einem halben Tag erledigt. Bei 44 Euro je Stunde landen Sie dann unter dem Festpreis für dieselbe Wohnungsgröße. Der Haken daran: Wenn etwas dazwischenkommt, läuft die Uhr weiter, und dieses Risiko tragen Sie.
Der Stundensatz ist deshalb vor allem dann sinnvoll, wenn Sie den Aufwand selbst gut einschätzen können. Wer schon einmal umgezogen ist und weiß, wie viel Hausrat wirklich zusammenkommt, liegt mit seiner Schätzung meist nah dran. Wer zum ersten Mal umzieht, unterschätzt die Menge fast immer, und zwar deutlich. In diesem Fall raten wir zum Festpreis, auch wenn er auf dem Papier zunächst höher aussieht als die Rechnung nach Stunden.
- Kleine Wohnung, wenig Möbel, alles bereits in Kartons
- Sie und Bekannte tragen mit, wir stellen Wagen und Fahrer
- Abholung und Ziel liegen im Erdgeschoss oder am Aufzug
- Nur einzelne Möbelstücke statt eines kompletten Haushalts
- Räumen und Wegfahren nach Aufwand, ab 15 Euro je Stunde
Wann der Festpreis das ruhigere Geschäft ist
Beim Festpreis kaufen Sie sich Planungssicherheit. Der Betrag steht vor dem Umzugstag fest, und er ändert sich nicht, wenn das Sofa doch zerlegt werden muss oder die Treppe enger ist als gedacht. Ab drei Zimmern ist das fast immer der ruhigere Weg, weil hier die Zahl der Unwägbarkeiten steigt: mehr Möbel, mehr Etagen, mehr Kleinkram, der am Ende noch in Kartons wandert und den beim Schätzen niemand auf der Rechnung hatte.
Vier Zimmer zwischen fünfundachtzig und hundertzehn Quadratmetern liegen ab 799 Euro, ab hundertzehn Quadratmetern und siebzig Kubikmetern beginnt die Fünfzimmerstaffel bei 1.080 Euro. Diese Beträge setzen voraus, dass wir vorher gesehen haben, worum es geht. Ohne Besichtigung wäre jede Festpreiszusage geraten, und geratene Zusagen halten selten. Nach der Besichtigung nennen wir eine Zahl ohne das Wörtchen ab, und dabei bleibt es dann auch.
Ein Punkt wird dabei oft übersehen: Der Festpreis deckt den Umzug, nicht jede Zusatzleistung. Eine Einbauküche abzubauen und wieder aufzubauen kostet ab 249 Euro, ein Klavier oder ein Flügel ab 189 Euro, ein Möbellift bis in die vierte Etage ab 179 Euro. Was davon bei Ihnen anfällt, steht nach der Besichtigung schwarz auf weiß im Angebot. Wir schreiben es lieber vorher hinein, als es hinterher nachzureichen.
So kommen wir zu Ihrer Zahl
Der Weg zum Angebot ist immer derselbe, ob Sie am Ende nach Festpreis oder nach Stunden abrechnen. Er beginnt mit Ihrer Anfrage und endet mit einer Zahl, mit der Sie planen können. Dazwischen liegt ein Termin bei Ihnen zu Hause, denn niemand kann durchs Telefon sehen, wie viel Hausrat in einem Keller steht. Die Anfahrt zur Besichtigung ist kostenlos. Kommt es zum Auftrag, berechnen wir keine Anfahrtskosten.
Dass wir Ihnen beide Varianten zeigen, hat einen einfachen Grund: Sie sollen hinterher nicht das Gefühl haben, das falsche Modell erwischt zu haben. In vielen Fällen liegen die beiden Beträge ohnehin dicht beieinander, und dann entscheidet der Geschmack. Weicht eine Variante deutlich ab, sagen wir Ihnen das und auch, warum das so ist. Manchmal ist es die Etage, manchmal die Menge, manchmal ein schmaler Flur.
- Sie schreiben uns über das Formular, wann und wohin es gehen soll
- Wir melden uns zurück und stimmen einen Besichtigungstermin ab
- Vor Ort sehen wir Wohnung, Treppenhaus, Zufahrt und Menge an
- Sie bekommen beide Rechenwege vorgelegt, Festpreis und Stundenschätzung
- Sie entscheiden sich für eine Variante, wir halten den Termin fest
Was den Betrag am Ende wirklich bewegt
Drei Dinge bestimmen fast jeden Umzugspreis: die Menge, die Etage und der Weg vom Fahrzeug zur Wohnungstür. Die Menge lässt sich messen, die Etage steht fest, der Weg ist die Größe, die am häufigsten unterschätzt wird. Wenn der Wagen nicht dicht am Haus stehen kann, trägt jede Kraft jede Kiste ein Stück weiter, und das summiert sich über einen Arbeitstag zu Stunden. Deshalb sehen wir uns bei der Besichtigung immer auch die Straße an.
Wo das Parken eng wird, richten wir eine Halteverbotszone ein. An einer Anschrift kostet sie ab 59 Euro, an beiden ab 89 Euro. Den Antrag übernehmen wir für Sie. Wie viel Vorlauf die zuständige Stelle braucht, klären wir für Ihre Anschrift, denn das ist nicht überall gleich geregelt. Bei einem Umzug nach Stunden zahlt sich die Zone in aller Regel selbst, weil sie die Tragewege kurz hält.
Zwei weitere Posten tauchen regelmäßig auf. Kartons können Sie leihen, für 0,90 Euro je Stück und Woche, oder für 1,80 Euro behalten. Und wenn beim Ausräumen Dinge übrig bleiben, die niemand mehr braucht, rechnen wir das Entrümpeln nach Menge ab, ab 39 Euro je Kubikmeter. Beides steht im Angebot, bevor Sie unterschreiben, und nicht erst auf der Rechnung danach. So bleibt der Betrag am Ende der Betrag vom Anfang.