Wie viele Kartons Sie wirklich brauchen
Die häufigste Fehleinschätzung vor einem Umzug betrifft die Kartonmenge. Fast alle besorgen zu wenige, und zwar deutlich zu wenige. Als grobe Orientierung rechnen wir bei einem Einpersonenhaushalt mit einem Vielfachen dessen, was die meisten schätzen, und bei jedem weiteren Bewohner kommt eine ähnliche Menge dazu. Verlässlicher als jede Faustregel ist allerdings ein Blick in Ihre Regale, und genau den machen wir bei der Besichtigung.
Sie können Kartons bei uns leihen, für 0,90 Euro je Stück und Woche, oder für 1,80 Euro je Stück behalten. Für Kleidung auf Bügeln gibt es Kleiderkartons, ab 3,50 Euro je Stück und Woche. Die Leihvariante lohnt sich, wenn Sie zügig auspacken, die Kaufvariante, wenn Sie ohnehin noch Stauraum brauchen oder der nächste Umzug absehbar ist. Beides bringen wir Ihnen rechtzeitig vorbei, sobald der Umzugstermin feststeht.
Rechnen Sie eher zu viele als zu wenige. Ein Karton zu viel kostet Sie wenige Cent, ein Karton zu wenig kostet Sie am Umzugstag deutlich mehr, weil dann lose Gegenstände einzeln getragen werden. Genau daran verliert ein Umzug am meisten Zeit. Übrig gebliebene Leihkartons nehmen wir problemlos ungenutzt wieder mit. Bestellen Sie deshalb ruhig ein paar Stück mehr, als Ihre erste Schätzung ergibt, und halten Sie zwei leere Kartons für Reste zurück.
Richtig packen: Gewicht, Größe, Reihenfolge
Beim Packen gilt eine einfache Regel: schwer in kleine Kartons, leicht in große. Bücher gehören in kleine Kartons und werden dort auch nur bis zur Hälfte gestapelt, sonst reißt der Boden oder niemand kann den Karton mehr sicher tragen. Bettzeug, Kissen und Kleidung dürfen dagegen große Kartons randvoll füllen. Wer es umgekehrt macht, produziert Kartons, die entweder unhandlich oder gefährlich sind.
Zerbrechliches wird einzeln eingewickelt, nicht nur zwischengelegt. Packpapier bekommen Sie bei uns im Zehn-Kilo-Paket für 14 Euro, Noppenfolie in der Fünfzig-Meter-Rolle für 19 Euro. Teller werden hochkant gestellt statt gestapelt, Gläser kommen nach oben, und jeder Hohlraum wird ausgefüllt. Ein Karton, in dem etwas wackelt, ist nicht fertig gepackt, egal wie voll er aussieht. Für Möbelkanten und Glasplatten leihen wir zusätzlich Decken aus, für 2,50 Euro je Stück und Woche.
- Mit dem beginnen, was Sie bis zum Umzug nicht brauchen
- Schwere Dinge in kleine Kartons, leichte in große
- Zerbrechliches einzeln einwickeln, Hohlräume ausfüllen
- Jeden Karton schließen und sofort beschriften
- Eine Kiste mit dem Nötigsten für den ersten Abend beiseitestellen
Beschriften, damit das Abladen schnell geht
Beschriftung ist der billigste Zeitgewinn, den es bei einem Umzug gibt. Zwei Angaben reichen: der Zielraum und ein Stichwort zum Inhalt. Der Zielraum sagt uns, wohin der Karton getragen wird, das Stichwort sagt Ihnen, welchen Sie zuerst öffnen. Schreiben Sie beides an die Seite und nicht auf den Deckel, denn gestapelte Kartons zeigen Ihnen ihre Oberseite nicht. Ein dicker Stift genügt dafür, eine ausführliche Inhaltsliste braucht niemand.
Wenn Sie an jeder Zimmertür der neuen Wohnung einen Zettel mit dem Raumnamen anbringen, muss beim Abladen niemand mehr fragen. Das klingt nach einer Kleinigkeit, spart bei einem größeren Haushalt aber leicht eine Stunde. Bei Abrechnung nach Stunden zahlt sich der Aufwand unmittelbar aus, beim Festpreis sorgt er dafür, dass der Tag früher endet. Die Zettel können Sie beim Einräumen wieder abnehmen, ihren Zweck haben sie dann erfüllt.
- Zielraum groß an die Seite schreiben, nicht auf den Deckel
- Ein Stichwort zum Inhalt reicht, keine vollständige Liste
- Zerbrechliche Kartons zusätzlich kennzeichnen
- Kartons, die zuerst geöffnet werden sollen, deutlich markieren
- An den Zimmertüren der neuen Wohnung die Raumnamen anbringen
Was nicht in den Karton gehört
Einige Dinge sollten den Umzugswagen gar nicht erst sehen. Dazu gehören Ausweise, Verträge, Schlüssel, Schmuck, Bargeld und Medikamente. Nicht, weil damit etwas passieren würde, sondern weil Sie sie am Umzugstag selbst griffbereit brauchen und weil ein Karton unter fünfzig anderen nicht der Ort für Wichtiges ist. Nehmen Sie diese Sachen in einer eigenen Tasche mit. Legen Sie diese Tasche schon am Vorabend bereit und stellen Sie sie ins Auto, nicht in den Flur.
Ebenfalls nicht in den Umzugskarton gehören offene Flüssigkeiten, Farben, Reinigungsmittel und alles, was auslaufen kann. Wenn es mit muss, dann verschlossen, aufrecht und in einer eigenen Kiste, die nicht auf Textilien steht. Pflanzen reisen am besten zuletzt und ungestapelt, Elektrogeräte am besten in ihrer Originalverpackung, sofern die noch vorhanden ist. Was gar nicht mitkommen soll, stellen Sie am besten getrennt zusammen, dann nehmen wir es gleich mit.
Ein dritter Punkt betrifft alles, was ohnehin weg soll. Ein Umzug ist der beste Anlass zum Aussortieren, und jeder Karton, der nicht mitfährt, kostet auch nichts. Was Sie aussortieren, können wir gleich mitnehmen: Räumen und Wegfahren rechnen wir nach Aufwand ab 15 Euro je Stunde ab, eine Entrümpelung nach Menge ab 39 Euro je Kubikmeter. Beides steht im Angebot, sobald wir gesehen haben, wie viel zusammenkommt.
Wenn wir das Packen übernehmen
Nicht jeder hat vor dem Umzug Zeit zum Packen, und manchmal ist es körperlich schlicht nicht machbar. Dann übernehmen unsere Kräfte das Einpacken, ab 25 Euro je Stunde. Wir bringen Kartons und Material mit, packen raumweise und beschriften dabei gleich. Das ist deutlich schneller, als es klingt, weil eingespielte Handgriffe hier den größten Unterschied machen. Sie sagen uns nur, was empfindlich ist und was nicht mit umziehen soll.
Sinnvoll ist die Packhilfe vor allem für Küche und Bad, also für die Räume mit vielen kleinen und empfindlichen Teilen. Genau dort verbringen die meisten Menschen beim Selbstpacken die halbe Woche. Bücher, Kleidung und Bettzeug packen Sie dagegen ohne Übung fast genauso schnell. Man kann die Arbeit also gut aufteilen, und wir sagen Ihnen bei der Besichtigung, wo sich das rechnet.
Die Anfahrt zur Besichtigung ist kostenlos. Kommt es zum Auftrag, berechnen wir keine Anfahrtskosten. Bei diesem Termin schätzen wir auch die Kartonmenge ab und bringen sie Ihnen rechtzeitig vorbei, damit Sie nicht in der letzten Woche packen müssen. Dallgow-Döberitz und Rathenow liegen im selben Landkreis, und wir sind auf dieser Strecke regelmäßig unterwegs. So haben Sie das Material im Haus, bevor die letzten Tage vor dem Umzug knapp werden.